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Oldtimer Öle Ratgeber

16.09.2025 / Veröffentlicht von CarArco

Welche Öle kommen in Frage?

Welche Öle gibt es die in Frage kommen:

SAE 20, 30, 40, 50 (unlegiert) – Einbereichsöle mit keinerlei Additiven.

SAE 20, 30, 40, 50 (legiert) – Einbereichsöle mit Additiven.

SAE 20W50– Mehrbereichsöle mit breiten Temperaturbereich

Übersicht welches Öl für welchen Oldtimer:

Um das perfekte öl zu finden Müssen wir 3 Fragen beantwortet werden:
Wann wurde das Fahrzeug gebaut?
Hat es einen Ölfilter eingebaut?
Wurde der Motor revidiert?

BaujahrEmpfehlung originale MotorenEmpfehlung revidierte Motoren
1910 – 1939SAE 30, 40, 50 (unlegiert)Mild legiert SAE 10 – 50 – passend zur Außentemperatur
1939 – 1949SAE 20, 30, 40, 50 (mild legiert)Mild legiert SAE 10 – 50 – passend zur Außentemperatur
1950 – 1960kein Ölfilter: SAE 30 (mild legiert)
Hauptstrom‑Ölfilter: SAE 20W‑50
kein Ölfilter: SAE 30 (mild legiert)
Hauptstrom‑Ölfilter: SAE 20W‑50
1960 – 1979SAE 20W‑50 (legiert, additiviert)SAE 20W‑50 (legiert, additiviert)

Motoröl Empfehlung für Oldtimer mit Baujahr 1910 bis 1999

Motoröl SAE 30, 40, 50 unlegiert (nicht additiviert)

Bei Fahrzeugen ohne Ölfilter sollte ein unlegiertes Motoröl verwendet werden, damit sich Verschmutzungen in der Ölwanne ablagern können. Denn unlegiert bedeutet, dass das Öl nicht mit Additiven versetzt ist und deswegen Partikel bzw. Verschmutzungen nicht im Öl schweben. Die Gebundenen Schwebstoffe werden dann vom Ölfilter herausgefiltert und was einen langen und sauberen Betrieb des Motors ermöglicht.

Motoröl Empfehlung für Oldtimer mit Baujahr 1939 bis 1949

Motoröl SAE 30, 40, 50 mild legiert (leicht additiviert)

Legierte Öle sind  mit Additiven versehen. Diese Additive erhöhen die Alterungsbeständigkeit, Druckfestigkeit und halten Verschmutzungen in Schwebe. Die Gebundenen Schwebstoffe werden dann vom Ölfilter herausgefiltert und was einen langen und sauberen Betrieb des Motors ermöglic

Motoröl Empfehlung für Oldtimer mit Baujahr 1950 bis 1960

Wenn nur Nebenstromfilter: Motoröl SAE 30, 40, 50 mild legiert (leicht additiviert) Wenn Hauptsrom/Vollstrom-Filter: Motoröl SAE 20W-50

In den 50er Jahren fand der Übergang vom Nebenstromölfilter zum Hauptstromölfilter statt, daher kann man kein Öl pauschal empfehlen.

In dieser Zeit kamen, je nach Motortyp, sowohl Einbereichs- wie auch Mehrbereichsöle zum Einsatz.

Motoröl Empfehlung für Oldtimer mit Baujahr 1960 bis 1979

Öl-Empfehlung: SAE 20W-50

In dieser Zeit waren bereits immer Vollstromfilter bzw. Hauptstromfilter verbaut. Das bedeutet es war nicht mehr gewünscht, dass Partikel sich absetzten, da diese sonst nicht gefiltert werden konnten. Es wurden also Mehrbereichsöle eingesetzt, die die Partikel in Schwebe halten. Außerdem haben die Mehrbereichsöle den Vorteil, dass die Viskosität bei warmen und kalten Temperaturen optimal für den Motor ist. Bei Einbereichsölen musste man teilweise im Sommer und Winter unterschiedliche Öle einfüllen.

Motoröl Empfehlung für Oldtimer mit Turbolader ?

Öl-Empfehlung: SAE 20W-50

Oldtimer mit Turboladern verlangen generell Mehrbereichsöle.

Oldtimer Ölwechsel: Worauf muss man achten?

Oldtimer bis 1930 haben keinen Ölfilter eingebaut und bis 1950 nur sehr selten. Hat ein Fahrzeug keinen Ölfilter eingebaut, bedeutet dass das das Öl ungefiltert den Motor gepumpt wird und sich immer mehr mit Verschmutzungen und Metallresten anreichert. Die Verschmutzungen lagern sich mit der Zeit dann mit dem richtigen Öl in der Ölwanne ab. Öle für Oldtimer verlieren allerdings schnell ihre Qualität und sollten somit nach 1.000 bis 5.000 Kilometern gewechselt werden. Bei jedem zweiten oder dritten Ölwechsel empfiehlt sich zudem, die Ölwanne zu demontieren, um die Ablagerungen manuell zu entfernen. Die ersten serienmäßigen Ölfilter kamen schließlich in den 50er Jahren zum Einsatz.

Legiertes und Unlegiertes Motoröl - Was ist der Unterschied?

Bei Fahrzeugen ohne Ölfilter sollte ein unlegiertes Motoröl verwendet werden, damit sich Verschmutzungen in der Ölwanne ablagern können. Denn unlegiert bedeutet, dass das Öl nicht mit Additiven versetzt ist und deswegen Partikel bzw. Verschmutzungen nicht im Öl schweben.

Würde man in einem Fahrzeug ohne Ölfilter ein additiviertes Öl einfüllen, dann würden die Ablagerungen stetig im Motorenöl mitfließen und könnten sich nicht in der Ölwanne absetzen. Das würde zu einem erhöhten Verschleiß im Motor führen.

  • Unlegiertes Öl /Unlegiertes Motoröl 
    Ein unlegiertes Motoröl enthält keine Additive, weder zum Alterungsschutz noch zur Reinigung der mechanischen Teile und hält deswegen keine Verschmutzungen in Schwebe. In zum Beispiel Motoren von Oldtimern wurde die Ablagerung bzw. Ausschlämmung von Verschmutzungen bei der Konstruktion mit beachtet und sind deswegen gewünscht. Öle die den Motor reinigen und die Verschmutzungen in Schwebe halten, könnte dem Motor schaden und sogar letztendlich zum Motorschaden führen. Aus diesem Grund sind insbesondere ältere Oldtimer ohne Ölfilter auf unlegierte Motoröle angewiesen.
  • Legiertes Öl / legiertes Motoröl
    Legierte Öle sind  mit Additiven versehen und werden in mineralische, teisynthetische und synthetische Öle unterteilt! Diese Additive erhöhen die Alterungsbeständigkeit, Druckfestigkeit und halten Verschmutzungen in Schwebe. Die Gebundenen Schwebstoffe werden dann vom Ölfilter herausgefiltert und was einen langen und sauberen Betrieb des Motors ermöglicht.

Originaler oder revidierter Motor?

Revidierte Motoren von Vorkriegsfahrzeugen ohne Ölfilter, bei denen im Zuge der Restaurierung alle alten Ablagerungen gründlich entfernt wurden und bei denen die Dichtungen etc. getauscht wurden, können problemlos mit einem mild legierten Motoröl (SAE 10 bis SAE 50), das zum Außentemperaturbereich der Fahrzeugnutzung paßt, gefahren werden.
Sie enthalten nur sehr geringe Mengen von Reinigungssubstanzen, um einerseits die Schlammablagerung zu vermeiden und andererseits Metallabrieb nicht endlos durch den Motor zu pumpen.

Revidierte Motoren ab den 50er Jahren mit Ölfiltersystem können mit SAE 20W-50 bedenkenlos gefahren werden.

Motoren im Originalzustand benötigen das entsprechende Motoröl aus dem jeweiligen Zulassungsjahr.

Gibt es Probleme mit Ölverlust oder zu geringem Öldruck bei heißem Öl?

Bei zu geringem Öldruck des bei heißen Motoren, bzw. bei Ölverlust, kann eine höhere Viskosität, also ein dickeres Öl das Problem beheben. Es Kann also zum Beipiel von einem SAE 30 auf ein SAE 40 gewechselt werden.

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