Neben der zuverlässigen Abscheidung von Verunreinigungen aller Art bestimmt das Fließverhalten (Viskosität) von Hydraulikflüssigkeiten maßgeblich die Lebensdauer der Komponenten. Der Viskositätsindex (VI) – ermittelt aus der kinematischen Viskosität bei 40 °C und 100 °C – zeigt, wie stark ein Öl bei Temperaturwechseln dicker oder dünner wird. Ein hoher VI (z. B. bei Wodoil HVLP-Ölen) bedeutet: gutes Kaltstartverhalten, stabile Schmierung bis in Sommerhitze. Ein niedriger VI (einfache H-Öle) führt zu dickem Öl im Winter und sehr dünnem Film bei Hitze.
Beim Kaltstart muss das Öl in Sekundenbruchteilen alle Pumpen und Lager versorgen. Verklebte Ventile, Kavitation in Pumpen oder erhöhter Energieverbrauch sind typische Folgen zu hoher Viskosität. Umgekehrt drohen bei überhitztem, zu dünnem Öl erhöhter Verschleiß und Mangelschmierung. Hochwertige Grundöle mit natürlich hohem VI und durchdachten Additivpaketen machen Wodoil-Hydrauliköle in allen Klimazonen einsetzbar – von Frost bis Tropenhitze.
Merksatz: Die Ziffern hinter HLP, HVLP & Co. geben keine Qualitätsstufe, sondern nur die ISO-VG-Viskositätsklasse an (mm²/s bei 40 °C).
Antworten auf häufige Fragen
| Frage | Kurzantwort | Zusatzwissen |
|---|---|---|
| Was bedeutet HLP 22? | HLP‑Hydrauliköl der ISO‑VG‑Klasse 22 – sehr dünnflüssig. | Fließfähig bis ≈ −35 °C; perfekt für Holzspalter & Feinventile im Winter. |
| Was bedeutet HLP 32? | HLP‑Öl ISO‑VG 32; beliebter Allround‑Wert. | Einsatzbereich ≈ −30 °C … +80 °C; Standard in Kfz‑Hebebühnen. |
| Was bedeutet HLP 46? | HLP‑Öl ISO‑VG 46; „Industrie‑Klassiker“. | Von ≈ −25 °C … +90 °C; zäh genug für warme Aggregate, noch pumpbar bei Frost. |
| Was bedeutet HLP beim Hydrauliköl? | Kürzel für Hydrauliköl mit Hochleistungs‑Alterungs‑/Rostschutz + AW‑Additiven. | Entspricht DIN 51524‑2; meist zinkhaltige AW‑Pakete – exzellenter Verschleißschutz. |
| Was bedeutet HVLP? | HLP mit hohem Viskositätsindex (Mehrbereichsöl). | VI > 150; Temperaturfenster ≈ −35 °C … +120 °C – ideal für Radlader & Ladekräne. |
Farbe des Hydrauliköls
Farbstoffe dienen ausschließlich der Wiedererkennung. Verfärbung allein ist kein Ausfallkriterium; wichtig sind TAN-Anstieg, Partikelreinheit (ISO 4406) und Wassergehalt. Moderne Inline-Sensoren überwachen diese Werte kontinuierlich, bei älteren Anlagen empfiehlt sich eine Laborprobe alle 1000 Bh.
Hydrauliköle richtig mischen
- Basisöl‐Kompatibilität: Mineralisch, Ester-Bio-Öl, HFD-Synthetik – niemals ohne Freigabe kombinieren.
- Additiv-Kompatibilität: zinkhaltig ↔ zinkfrei, detergierend ↔ nicht detergierend – Gefahr von Schlammbildung.
- Umstellungs-Check: Vor Ölwechsel Tankrest < 5 %, Filter tauschen, ggf. Systemspülung durchführen.
HLP 10 von Wodoil
• ISO-VG 10 (9–11 mm²/s) – extrem dünnflüssig
• Einsatz: Feinservo-Hydrauliken, schnelle Werkzeugspindeln, Test-Prüfstände
• Pour-Point ≈ –42 °C, VI ≈ 110
HLP 22 von Wodoil
• ISO-VG 22 (19,8–24,2 mm²/s)
• Einsatz: kleine Holz-/Betonspalter, Kälteanlagen, CNC-Hydrauliken
• Pour-Point ≈ –38 °C, Flammpunkt ≈ > 200 °C
Unterschied HLP 22 ↔ HLP 46
22er: 50 % dünner, schnellerer Ventilhub, weniger Leistungsverluste bei Frost. 46er: höherer Schmierfilm bei Hitze, leiserer Pumpenlauf.
Mischbarkeit 22 / 46
Chemisch verträglich, aber Viskosität pendelt sich ≈ ISO VG 34 ein – häufig außerhalb der OEM-Freigabe.
HLP 32 von Wodoil
• ISO-VG 32 (28,8–35,2 mm²/s)
• Meistverkauft für Kfz-Hebebühnen, Hand-Hubwagen, Werkzeugmaschinen
• Pour-Point ≈ –35 °C, VI ≈ 115
Unterschied HLP 32 ↔ HLP 46
32er spart bis zu 4 % Energie (geringere Strömungsverluste) – sinnvoll bei häufigem Start-Stop-Betrieb oder Ölkühlung < 60 °C.
Mischbarkeit 32 / 46
Ähnlich wie 22/46: Zulässig nur, wenn Maschine beide Klassen erlaubt; sonst Ölwechsel vornehmen.
HLP 68 von Wodoil
ISO-VG 68 (61,2–74,8 mm²/s)
• Für hydrostatische Linde-Stapler, Warmpressen, Schneidölschmierungen
• Pour-Point ≈ –24 °C, Flammpunkt ≈ 270 °C
• Höhere Dämpfung, weniger Leckverlust bei verschlissenen Pumpen
HLPD 46 von Wodoil
• ISO-VG 46, detergierend/dispergierend
• Bindet Wasser bis ≈ 0,25 %, hält Partikel in Schwebe → Voraussetzung: Filter ≤ 10 µm
• Ideal in Bau- und Forstmaschinen, wenn Kondens-/Schlammprobleme auftreten
HLPD 68 von Wodoil
• ISO-VG 68, gleiche Additivchemie wie HLPD 46
• Höherer Schmierfilm für langsam laufende, stark belastete Systeme
• Wasserabscheidetest (ASTM D 1401) < 30 min
HVLP 46 von Wodoil
• ISO-VG 46 mit VI ≈ 170
• Pour-Point –39 °C, Obergrenze +120 °C → ein Öl für Winter + Sommer
• VI-Verbesserer sind scherstabil (ΔVI < 5 nach KRL-Test) → ideal für variable Drehzahlen
HVLPD 46 von Wodoil
• Kombiniert Hoch-VI und Detergent-Technologie
• Temperaturfenster –35 °C … +120 °C, VI ≈ 175
• Senkt Stillstands¬korrosion durch Wasserfilme; empfohlen in mobilen Kränen, Teleskopladern
Bio-Hydrauliköle (Wodoil EcoLine)
• Grundöl: gesättigte, alterungs¬stabile Ester (HEES)
• Biologische Abbaubarkeit > 90 % nach OECD 301B
• VI > 180, Pour-Point bis –45 °C, sehr hoher natürlicher Schmierfilm
• Einsatz in Wasserschutz- und Naturschutz¬gebieten, Forst-/Kommune, Offshore-Windanlagen
Kann man Hydrauliköle mischen?
Nur wenn Basisöl, Additivtechnologie und OEM-Freigabe identisch sind. Andernfalls drohen:
- Schlamm & Lack durch Additivausfällung
- Dichtungsangriff (Volumenquellung, Sprödbruch)
- Filterverstopfung & Kavitation
Praxisregel: Bei Umstellung > 10 % Fremdölanteil – komplette Systemspülung, Filtertausch und Ölanalyse nach 50 Bh durchführen. Dadurch bleiben Pumpen, Ventile und Zylinder langfristig geschützt.
| Kürzel | ISO-Äquivalent | Haupt-Attribute | Wann verwenden? | Typische Maschinen |
|---|---|---|---|---|
| H | – | Keine | Universell einsetzbar bei normalen Bedingungen. Temperaturfenster ca. −20 °C bis +80 °C | Museums-/Oldtimer-Anlagen |
| HL | HL | Alterungs- & Korrosionsschutz | Wenn Grundschutz gegen Rost/Alterung genügt | Lehr- & Prüfanlagen |
| HLP | HM | Wie HL + Hochdruck- (AW)-Additive | Für höher belastete Systeme | Pressen, Stapler |
| HLPD | – | Wie HLP + Detergenzien (schmutzdispergierend) | Bei Verschmutzungsgefahr oder Feuchtigkeit; erfordert Feinfilter, da Schmutz in Schwebe bleibt | Bau- & Forstgeräte |
| HVLP | HV | HLP mit hohem VI (Mehrbereichsverhalten) | Bei großen Temperaturschwankungen (Jahreszeiten, Tag/Nacht) oder Außeneinsatz bei Kälte | Bagger, Kräne, Schneepflüge |
| HVLPD | – | HVLP + Detergenzien | Rauer Außeneinsatz mit Schmutz & starken Temperaturwechseln | Forstkräne, Betonpumpen |
| STOU | – | Motor + Getriebe + Hydraulik (inkl. nasse Bremsen) | Landmaschinen, wenn **ein Öl für alles** genutzt wird (nur bei Herstellerfreigabe!). Für neuere Motoren oft nicht mehr ausreichend (Abgasnormen). | Traktoren |
| UTTO | – | Getriebe + Hydraulik (inkl. nasse Bremsen) | Wenn ein gemeinsames Öl für Getriebe, Hydraulik & Nassbremsen gefordert ist | Traktoren |
| TDTO | – | Heavy-Duty Getriebe/Hydrauliköl | Für schwere Baumaschinen und hochbelastete Antriebsstränge | Großbaumaschinen |
Hinweis: Weitere Spezialflüssigkeiten wie umweltverträgliche Hydrauliköle (HE-Bio-Öle auf Ester-Basis), feuerresistente Fluide (HFA, HFD) oder ATF-Getriebeöle kommen in bestimmten Anwendungen ebenfalls zum Einsatz, werden hier aber nicht vertieft. In hydrostatischen Antrieben (z.B. stufenlose Fahrantriebe mancher Stapler oder Radlader) werden teils Motoröle oder ATF verwendet – diese entsprechen funktionell oft den oben genannten Kategorien (z.B. ein Motoröl SAE 10W entspricht etwa einem HLP 32-46 Öl).
| ISO‑VG | Viskosität 40 °C (mm²/s) | VI | Pour‑Point (°C) | Einsatz‑Temp Bereich (°C) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HLP/HM | HVLP/HV | HLP/HM | HVLP/HV | HLP/HM | HVLP/HV | HLP/HM | HVLP/HV | |
| 22 | 22 | 22 | 120 | 153 | −39 | −51 | −20 … +80 | −35 … +120 |
| 32 | 32 | 32 | 120 | 176 | −33 | −40 | −20 … +90 | −35 … +120 |
| 46 | 46 | 46 | 118 | 172 | −27 | −39 | −15 … +85 | −35 … +120 |
| 68 | 68 | 68 | 108 | 172 | −24 | −36 | −15 … +90 | −35 … +120 |
| 100 | 100 | 100 | 97 | 160 | −22 | −30 | — | — |
Wie man in der Tabelle sehen kann zeigt die ISO VG Klasse die Viskosität bei 40°C an, egal ob es sich um ein HLP, HVLP, HVLPD, etc handelt.
Man sieht das je höher die ISO VG Klasse des Öls ist desto:
- Höher ist die Dickflüssigkeit (Viskosität)
- Früher beginnt das Öl bei niedrigen Temperaturen zu stocken (Pour-Point)
- Höher ist die Einsatztemperatur
Ein HVLP Öl hat gegenüber einem HLP folgende Eigenschaften:
- Ändert sich die Temperatur des Öls, verändert sich bei einem HVLP weniger schnell die Viskosität. Ein VLP wird als bei kühleren Temperaturen weniger schnell dick und bei hohen Temperaturen weniger schnell flüssig. => hoher Viskositätsndex
HVLP-Öle können bei tieferen und höheren Temperaturen als HLP-Öle eingesetzt werden
Erklärung der Viskositätsklassen (ISO VG, SAE)
Neben dem Öltyp ist die Viskosität, also die Fließfähigkeit des Öls, ein zentrales Kriterium. Die Viskosität von Hydraulikölen wird meist in ISO-VG-Klassen (VG = Viscosity Grade) angegeben. Die Zahl (z.B. 32, 46, 68) entspricht dabei der kinematischen Viskosität in mm²/s bei 40 °C
Je kleiner die Zahl, desto dünnflüssiger ist das Öl bei 40 °C
Zum Beispiel hat ein ISO VG 15 Öl bei 40 °C viel dünnflüssiger und ein als ein ISO VG 100 viel zäher als ein ISO VG 46. Allerdings ändert sich die Viskosität mit der Temperatur: Öl wird bei Kälte deutlich dickflüssiger und bei Hitze dünner. Daher geben ISO-VG-Werte nur den Vergleich bei 40 °C an. Einige typische Werte von HLP-Hydraulikölen:
Die Wahl der passenden Klasse hängt von der Betriebstemperatur des Hydrauliksystems und den Starttemperaturen ab. Öle müssen bei tiefster Umgebungstemperatur noch pumpbar sein, dürfen aber bei hoher Last nicht zu dünn werden. HLP 46 hat sich als Standard-Mehrzwecköl in vielen Hydrauliken bewährt, da es einen guten Kompromiss bietet
Dünnere Öle wie ein HLP 32 oder 22 werden verwendet, wenn tiefe Temperaturen oder sehr feinfühlige Komponenten im Spiel sind, sie fließen leichter bei Kälte und verursachen weniger Energieverluste durch Reibung. Dickere HLP 68 oder 100 kommen bei hohen Betriebstemperaturen oder stark belasteten, langsamlaufenden Hydrauliken zum Einsatz, da sie dort einen stabileren Schmierfilm bieten. Viele Hersteller empfehlen z.B. im Sommer ein dickeres Öl als im Winter. Als Alternative können auch HVLP Öle verwendet werden, die einen höheren Temperaturbereich haben und deswegen im Sommer und Winter verwendet werden können.
Neben ISO VG sind manchmal SAE-Klassen angegeben. SAE-Klassifikationen stammen ursprünglich von Motoren- bzw. Getriebeölen. Beispiele im Kontext Hydraulik:
SAE 20W-20: Bezeichnet ein Monograde- beziehungsweise Einbereichs-Motoröl. Solch ein Öl hat in etwa eine Viskosität im Bereich zwischen einem ISO VG 46 und einem ISO VG 68 und wurde früher häufig als Hydrauliköl empfohlen (wie zum Beispiel in Fendt Traktoren). Einige Hersteller nutzen diese Bezeichnung bis heute für Hydrauliköle in gelisteten Betriebsstoffen.
TDTO 10W / 30W: Transmission Drive Train Oil – Bezeichnung z.B. von Caterpillar für spezielle Getriebe-/Hydrauliköle. 10W entspricht dabei einem niedrigen VG (ca. 32–46), 30W etwa einem VG 100. Solche Öle werden in großen Baumaschinen (Radlader, Dozer) für Hydraulik, Wandler und Getriebe verwendet. Sie sind vergleichbar mit UTTO, aber auf schwere Lasten optimiert.
Universalöle wie UTTO oder STOUS (z.B. 10W-30, 10W-40, 15W-40) enthalten Viskositätsindex-Verbesserer und sind Kombinationsöle. Das bedeutet das ein STOU zum Beispiel gleichzeitig ein Motoröl, ein Getriebeöl und ein Hydrauliköl ist. UTTO und STOU Öle werden immer verwendet wenn nasse Bremsen in der Maschine eingebaut sind oder wenn das Getriebe und die Hydraulik einen gemeinsamen Ölhaushalt haben.
FAQ:
1. Was bedeutet HLP 22?
HLP 22 ist ein Hydrauliköl der ISO-VG-Klasse 22 mit 22 mm²/s Viskosität bei 40 °C. Es ist im Vergleich sehr dünnflüssig, und ist für tiefe Temperaturen geeignet und garantiert bei Hydrauliken eine hohe Genauigkeit.
2. Was bedeutet HLP 32?
HLP 32 steht für Hydrauliköl HLP mit einer Viskosität von ca. 32 mm²/s (ISO VG 32). Es ist der Allround-Kompromiss für Holzspalter, Hebebühnen und viele stationäre Hydrauliken.
3. Was bedeutet HLP 46?
HLP 46 beschreibt ein Hydrauliköl der ISO-VG-Klasse 46 (≈ 46 mm²/s). Es gilt als Standard in Hydrauliken von Industrie, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, etc. weil es sowohl bei moderaten Minustemperaturen als auch bei Dauerlast bis rund 90 °C einen stabilen Schmierfilm bietet.
4. Was bedeutet HLP beim Hydrauliköl?
HLP ist eine vom DIN (Deutsches Institut für Normung) stammende Kennzeichnung für Hydrauliköle, die in der Norm DIN 51524-2 definiert sind. HLP-Hydrauliköle sind mineralische Öle mit Zusätzen zur Alterungs-, Korrosionsbeständigkeit, Reibungs- und Verschleißminderung.
5. Was bedeutet einfach nur HLP?
HLP-Hydrauliköle sind mineralische Öle mit Zusätzen zur Alterungs-, Korrosionsbeständigkeit, Reibungs- und Verschleißminderung; die konkrete Viskositätsstufe bzw. Zähigkeit des Öls (22, 32, 46 …) ergibt sich aus der nachfolgenden Zahl.
6. Was bedeutet HVLP?
HVLP ist ein HLP-Hydrauliköl mit Hohem Viskositätsindex (VI). Durch VI-Verbesserer bleibt es bei Frost dünn und wird bei Hitze nicht zu flüssig – ideal für Radlader, Ladekräne und andere Outdoor-Maschinen.
7. Welches Hydrauliköl ist das richtige?
Die Tabelle gibt Ihnen einen guten Überblick welches Öl für Ihre Maschine passend sein kann:
| Maschine / Marke | Normale Bedingungen | Winterbetrieb (< 0 °C) | Heavy‑Duty / Hitze |
|---|---|---|---|
| Holzspalter | HLP 32 | HLP 22 / 32 | HVLP 32 / 46 |
| Scheppach HL‑Serie | HLP 32 | HLP 22 | HVLP 32 |
| Hebebühnen (Kfz) Indoor | HLP 32 | HVLP 32 | HLP 46 |
| Hebebühnen (Kfz) Outdoor | HLPD 32 | HVLPD 32 | HLPD 46 |
| Hand‑Hubwagen | HLP 46 | HLP 32 | – |
| Lkw‑/Anhänger‑Kipper | HLP 46 | HVLP 32 | HVLP 46 |
| Radlader | HVLP 46 | HVLP 32 | HVLP 68 |
| Bagger | HLP 46 | HLP 46 | HVLP 46 |
| Lkw‑Ladekran (Palfinger/HIAB) | HVLP 46 | HVLP 32 | HVLPD 46 |
| Linde‑Stapler | HLP 68 / HM 68 | HVLP 46 / 68 | HLP 100 |
| Traktor (Getriebe & Hydraulik getrennt) | HLP 46 | HLP 46 | HLP 68 |
| Traktor (Getriebe & Hydraulik zusammen) | UTTO oder STOU | UTTO oder STOU | UTTO oder STOU |
8. Welches Hydrauliköl für den Holzspalter?
Für private Holzspalter reicht meist HLP 32; bei Winterbetrieb unter 0 °C empfiehlt sich HLP 22 (wenn Einsatz nur im Winter) oder HVLP 32 (wenn Einsatz im Sommer und Winter).
9. HLP 32 vs. HLP 46 – Unterschied?
HLP 32 fließt bei Kälte schneller, spart etwas Energie und reagiert zügiger; HLP 46 bietet dickeres Schmierpolster bei Hitze und reduziert Leckverluste in warmen Systemen.
10. HLP 68 oder HLP 46?
HLP 68 ist 50 % zähflüssiger als HLP 46 – sinnvoll bei sehr heißen Hydrauliken (Pressen, Linde-Hydrostat-Stapler). Für gemischtes Klima bleibt HLP 46 die sicherere Wahl.
11. Hydrauliköl HLP 32 oder 46 für die Hebebühne?
In ungeheizten Werkstätten HLP 32; in warmen Hallen (> 15 °C) kann auch HLP 46 eingesetzt werden, falls der Hersteller es zulässt.
12. Linde-Stapler – welches Hydrauliköl?
Die meisten Linde-Hydrostat-Stapler verlangen HLP 68 (bzw. HVLP 68). Bei sehr kalten Einsätzen gibt Linde ein dünneres HVLP 46 frei.
13. Welches Hydrauliköl für alte Traktoren?
Wenn Hydraulik separat von Getriebe: Sichere Wahl ist ein Hydrauliköl HLP 46; Alte Deutz und Fendt Traktoren verlangen SAE 20w20 oder 10W40 STOU Öle in der Hydraulik
Wenn Getriebe und Hydraulik einen gemeinsamen Öl-Kreislauf: Sichere Wahl ist ein 10W30 UTTO, Manche alten Fendt, Landini und Massey Ferguson Traktoren verlangen ein STOU 10W40.
14. Welches Hydrauliköl für Holzspalter Scheppach?
Scheppach nennt in fast allen Anleitungen HLP 32; bei Temperaturen unter –10 °C empfiehlt der Hersteller ein dünneres HLP 22.
15. Welches Hydrauliköl für den Hubwagen?
Standard-Handhubwagen kommen mit HLP 46 aus; in Tiefkühl-Logistik wird HLP 32 eingesetzt.
16. Welches Hydrauliköl für Kipper?
Eigenes 12-V-Kippaggregat → HLP 32 oder 46.
Kipper über Traktorhydraulik → das gleiche UTTO, STOU oder HLP, das im Traktor läuft.
17. Welches Hydrauliköl für Ladekran?
Für Ladekräne auf Lkw oder im Forst bewährt sich HVLP 46 (großer Temperaturbereich). Wenn auch im sehr kalten Winter gearbeitet wird dann empfiehlt sich ein HVLP 32.
18. Welches Hydrauliköl für Radlader?
Moderne Radlader fahren optimal mit HVLP 46; Bei Dauerhitze, starker Beanspruchung und wenig Einsatz im Winter → HVLP 68.
19. Ist Hydrauliköl mischbar?
Obwohl im Internet of steht das man es vermeiden soll, kann man heutzutage Hydrauliköle ohne Probleme mischen, vor allem wenn es sich um Hydrauliköl für Holzspalter, Traktoren und einfache Industrieanlagen handelt. Nur darauf achten, dass nicht biologische und mineralische Hydrauliköle vermischt werden und die Viskosität zueinander passt.
20. Motoröl als Hydrauliköl?
Heute nicht empfehlenswert: Reines Motoröl schäumt stärker, hat ungeeignete Additive und kann Ventile verkleben. Ausnahme: Sind Universalöle wie STOU Öle, die können gerne als Hydrauliköl verwendet werden.


